Rollenspiel in Aachen
23.Mai 2012, 02:27:39 *
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Autor Thema: Tagebuch  (Gelesen 370 mal)
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Froschi
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« am: 23.Mai 2011, 14:03:24 »

Heyho,

ich versuch hier mal ein bisschen mitzuhalten, was so im Leben eurer "Helden" passiert. So komm ich nach 2 Wochen wieder rein, und erinner mich idealerweise an mehr Details Smiley

Charaktere: Eowyn, Siegfried, A'den und Dorian

Personen:
Benzo: Der alte Mann sitzt auf dem großen Platz in Tasif. Er hat einen gemütlichen Holzstuhl aufgebaut und scheint zu allem in der Welt eine Heldentat, die er erlebt hat, erzählen zu können. Er raucht eine altertümliche Pfeife. Meistens verlangt es ihm nach gutem Tabak, aber aus unerfindlichen Gründen raucht er meist irgendwelche Gartenabfälle.
Raban III von Cavotta: Der Sohn der Cavotta-Familie ist ein aufbrausendes Temperamentbündel. Die Gruppe hat ihn nur einmal getroffen, als er Rolf zum Duell gefordert hat.
Raban II von Cavotta zu Rashtulsliege: Der Baron ist ein freundlicher und gemütlicher Tulamide, welcher eine enge Geschäftsbeziehung zur Familie Guldhausen pflegt, der Dorian entstammt.
Sarah von Cavotta, die Schwester Raban des III, scheint eine Liebschaft mit Rolf, dem Sohn der Sandwind-Familie, zu haben, zumindest hat die Gruppe sie in Bauernkleidung in der Nähe des Sandwind-Anwesens getroffen.
Mathilda von Cavotta, die jüngste der Cavotta-Familie, ist eine ernste Kriegerin. Sie hat Dorian Hilfe bei seinem Wagen zugesichert und scheint wenig von ihrem Bruder zu halten. Sie kennt sich mit den örtlichen Gebräuchen scheinbar nur wenig aus.
Helena von und zu Sandwind: Die Baronin herrscht über das Land der Sandwinds. Noch mehr als die Cavotta-Familie neigt zu zu Prunk und Tand, sie scheint (im Gegensatz zu den Cavottas, welche auf ihre tulamidische Herkunft Wert legen) besonders die Annehmlichkeiten des Horasreiches zu würdigen. Es gibt diverse Hinweise darauf, dass sie ein aktives Liebesleben führt, und die Gebahren ihres Personals scheinen dafür zu sprechen, dass sie das auch von ihren Gästen erwartet.
Leara von Sandwind: Die hübsche Blondine ist die Tochter der Baronin. Sie scheint vor allem aus drei Eigenschaften zu bestehen: Hübsch, arrogant und dumm.
Rolf von Sandwind: Learas Bruder scheint in der Öffentlichkeit sehr schüchtern. Gegenüber A'den hat er gestanden, dass er sich für seine liederliche Familie schämt. Obwohl er stets bewaffnet ist, scheint er nicht an einem Duell mit Raban interessiert.
Erna: Die Vogtin der Sandwind-Familie, offensichtlich mit einem niederen Adelstitel beglückt, ist eine ernste Person, welche nicht recht zu Lebensweise ihres Herrenhauses zu passen scheint. Sie scheint im Umgang mit Bürgerlichen die etwa gleichalte Leare in Arroganz noch zu übertreffen.
Jeron und Malaya: Die beiden tulamidischen Gardisten aus der Garde der Sandwind-Familie begleiten die Gruppe zur Oase. Jeron ist rastullahgläubig, während Malaya überhaupt nichts von Religion zu halten scheint.
Elfaras: Der junge Perainegeweihte hütet den örtlichen Tempel. Er scheint sich in seinem Tempel wohl zu fühlen und mischt sich nicht in die Angelegenheiten des Ortes ein.
Der Wirt (scheinbar namenslos): Ein gemütlicher, dicker Säufer. Er scheint Probleme größtenteils durch Ignoranz zu lösen. Sein gastronomischer Erfolg rührt wohl vor allem daher, dass er im Umkreis einer halben Tagesreise keinerlei Konkurrenz hat.
Der Sohn des Wirtes (ebenso namenslos): Ein dürrer, schüchterner Kerl, welcher ständig unter den Launen seiner Eltern leidet.
Die "alte Schlampe": Die massige Frau des Wirtes hat eine wesentlich tiefere Stimme als er, und scheinbar hat sie die Hosen in der Taverne an. Sobald Arbeit winkt, verschwindet sie auf mysteriöse Weise. Niemand vermisst sie, wie alle Beteiligten dann schnell versichern.
Karaija: Die tulamidische Händlerin reist auf einem Planwagen zwischen den Baronien südlich Punins umher. Im Moment leidet sie wohl unter einem Erzengpass und der Sperrung der Reichsstraße, andererseits scheinen ihre Geschäfte mit den Familien Cavotta und Sandwind prächtig zu laufen. Die Gruppe hat einen Dieb erwischt, welcher der Händlerin drei silberne Broschen mit grünem Stein gestohlen hat. Der Verlust dieser Broschen schien für die Händlerin erstaunlich tragisch.
Raidran: Der bullige, bornische Korgeweihte scheint sein Vokabular auf einige grollende Befehle und böse Blicke zu beschränken. In seiner Plattenrüstung mit dem riesigen Streitkolben scheint es auch wenig einladend, sich mit ihm unterhalten. Er scheint von Karaija als Leibwächter eingestellt worden zu sein, da sie seit dem Überfall auf die Kupfererzlieferung nicht mehr allein unterwegs sein will.

Zu Beginn unseres Abenteuers betrat Siegfried den Tempel der Rondra zu Punin. Sein Anliegen war es, aus Reue für die Vernachlässigung seiner Pflicht, sich gänzlich Rondra zu verschreiben. Die örtliche Geweihte verwies ihn nach Fasar, um dort den Pfad des Dienstes an der Göttin beschreiten zu können. Voller Enthusiasmus machte sich also Siegfried auf nach Süden. Noch bevor er die Stadt verließ, hörte er Stimmen, welche einer Diebin nachriefen. Er eilte sich, die Schurkin zu fangen, und auch, wenn er sie nicht sah, gab es als einzigen Fluchtweg das Südtor. Kurz, nachdem er die Stadt verlassen hatte, traf er einen fahrenden Händler mit seinem Wagen und ein junges Mädchen. Überzeugt, dass die beiden nicht zusammengehörten, verdächtigte Siegfried das Mädchen, in der Stadt gestohlen zu haben. Nach einiger Streiterei, welche die Aufmerksamkeit eines Boronsgeweihten und zweier Stadtwachen auf sich zog, gab das Mädchen ein Teilgeständnis ab und überließ ihre Beute der Stadtwache. Der Boronsgeweihte beschloss, dass der Sache damit Genüge getan sei. Da der Geweihte, der sich als A'den vorstellte, Siegfried und der Händler Dorian allesamt Richtung Tasif unterwegs waren (Größtenteils, weil die Reichsstraße gesperrt war), beschlossen sie, gemeinsam zu reisen. Das Mädchen Eowyn, welches es nicht wagte, nach Punin zurückzukehren, schloss sich der Truppe an.
(ein bisschen vorspulen)
Im Dorf Tasif wurde die Gruppe Zeuge einer Auseinandersetzung der Familien Cavotta, einem stolzen, tulamidischen Adelsgeschlecht, und Sandwind, einem wohl eher der hohen Politik zugewandten Adelshaus. Nachdem Dorian seine Geschäfte mit der Familie Cavotta abhandeln wollte, erfuhr er auch den Grund der Auseinandersetzung: Die Familie Cavotta bezichtigt die Familie Sandwind, eine Kupfererzlieferung im Wert von etwa 500 Dukaten gestohlen zu haben. Dummerweise war das Kupfererz, welches Dorian ausgehändigt werden sollte, Teil dieser Ladung. Voller Bedauern versicherte Baron Raban II von und zu Cavotta dem frustrierten Händler, dass er für die Wartezeit durch eine größere Lieferung entschädigt würde, außerdem versprach er 100 Dukten Belohnung, falls die Schuld für den Überfall geklärt würde (ein Detail, welches der Händler für sich behielt). Da scheinbar Siegfried und A'den noch Geschäfte in Tasif zu erledigen hatten, konnte Dorian sie gewinnen, ihm bei seiner Suche zu helfen. Eowyn schien wenig davon zu halten, aber noch weniger davon, dem Händer von der Seite zu weichen (nicht zuletzt, da Siegfried immer noch nicht vergessen hat, dass er eigentlich eine Diebin bestrafen wollte).
(spulspul)
Nachdem die Gruppe eine Tulamidenleiche mit zermatschtem Kopf gefunden (und boronsgefällig bestattet) und die Bekanntschaft der reichen Händlerin Kareija inklusive des Kor-Geweihten Leibwächters Raidran gemacht hat, verdächtigen sie die Händlerin, die Erzlieferung überfallen zu haben. Da sie beide Adelshäuser mit Waffen beliefert, profitiert sie von dem schwelenden Konflikt, weil beide Seiten ihre Garden hochrüsten.
Die Gruppe ist aufgebrochen zu einer südlichen Oase, welche sie als den einzigen Weg ausgemacht haben, eine gestohlene Erzlieferung unbemerkt davonzuschaffen. Als Dolmetscher nahmen sie Benzo mit, der auf seinem Stuhl auf Dorians Wagen thronte. Die Reise endete jäh, als eine Meute Khoramsbestien die kleine Karawane überfiel und A'den und Siegfried beinahe tötete. Obwohl die Gruppe die Tiere verscheuchen konnte, ging Dorians Pferd durch, und der Wagen erlitt wenige Wegminuten weiter Achsbruch. Ein mühsamer Marsch zurück mit zwei Verletzten und dem gebrechlichen Benzo brachen den Geschäftswillen des Händlers, und so blieb er frustriert zurück, um sich um einen Zimmermann für seinen Wagen zu kümmern, während der Rest der Gruppe am nächsten Tag erneut die Reise versuchte.
Diesmal erreichte die Gruppe das kleine Felsplateau, auf dem die Oase lag. Während Eowyn als Frau und A'den als Boronsgeweihter die rastullahgläubige Oase meiden wollten, zog Siegfried mit Jeron, einem gemieteten Dolmetscher (der eigentlich Gardist der Familie Sandwind ist), zu den Beduinen, um Erkundigungen anzustellen. Nebst Konsum verschiedenen Räucherwerks und einem gewinnbringenden Handel mit leuchtenden, goldenen Vögeln erfuhr Siegfried, dass in der Oase wohl kein Erz gesichtet worden sei, jedoch vor kurzer Zeit drei für die Gegend ungewöhnliche Ponies zum Verkauf feilgeboten wurden (und aufgrund der Untauglichkeit eines Ponies für die Wüste auch noch werden).
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« Antworten #1 am: 20.Juni 2011, 17:17:04 »

memo an pascal: schreib das tagebuch!  Lächelnd
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« Antworten #2 am: 16.August 2011, 22:26:24 »

Du hast gesagt wir sollen unseren weg beschreiben, damit wir zeit fürs spielen sparen.
Dann will ich mal anfangen:

Also Baralai muss leider akzeptieren, dass er erstmal nicht in sein geliebtes Al'Anfa kann. Deswegen findet er es eine akzeptable Idee mit dem Alchemisten mit zu gehen. Auch andere Städte haben Bürger mit dunklen Geheimnissen und einem dicken Geldbeutel. Auf der Reise würde Baralai eher größere Städte ansteuern und nur im Notfall in Käffern einkehren. Ein Notfall ist gegeben, wenn es um Schlafkomfort geht. Er bezahlt auch gerne etwas mehr, damit er gut schlafen kann (Einzelzimmer oder private Unterkünfte). Wenn wir wirklich in der Wildnis nächtigen müssen, würde er sich auch Zelt und Schlafsack vor der Abreise kaufen.


ich bin dann von mittwoch bis samstag im urlaub. werde dann sonntag oder montag auf eure ausführungen antworten. habe meine tendenzen ja beschrieben. bis nächsten montag =)
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« Antworten #3 am: 17.August 2011, 11:06:07 »

Also "der Alchemist" muss nach Norden wandern um Drachenblutphiolen zu erwerben. Auf dem Weg dorthin werden natürlich größere Städte angepeilt, in denen es zumindest einen Alchemisten gibt. Städte mit Magierschulen und alchemistischen Bibliotheken sind natürlich noch besser.
Auch wenn ich von meinem Onkel und den Granden aus der Stadt vorerst verbannt wurde, bedeutet das nicht, das ich diese Zeit nicht für viel mehr Nutzen könnte. (Drachenblutphiolen, Reagenzien sammeln, Rezepte finden/lernen, Zhayad lernen (auf welche Weise auch immer) und eine Alchemistenschale herstellen)
Ich bevorzuge Wege in deren Nähe Pflanzen gedeihen und Kräuter wachsen.

Mit der Druidin habe ich schon einen Pakt ausgemacht und der "Detektiv" schließt sich mir aus Mangel an Alternativen auch an. Ich denke der Wegelagerer wird sich uns auch noch folgen.
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« Antworten #4 am: 21.August 2011, 20:30:04 »

Karl hat an sich kein festes Ziel (ausser vielleicht die Gegend kennen zu lernen), allerdings hat er nichts dagegen auch mal wieder in Gesellschaft zu reisen, da so mit dem ganzen Geld in seiner Tasche auch etwas sicherer fühlt. Warum also nicht mit Leuten reisen die er zumindest schon ein bischen kennt und die teilweise mindestens so seltsam sind wie er.
Ausserdem scheint da irgendwie mehr hinter dieser Enigma zu stecken als sie bereit ist zuzugeben, vielleicht ergibt sich ja eine Chance herauszufinden was das ist.
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« Antworten #5 am: 29.August 2011, 09:19:19 »

Die kleine Gruppe erreichte nach ein paar Tagen die Kleinstadt Sal'am. Genau genommen ist Sal'am keine Stadt, da es statt einer Stadtmauer nur einen primitiven Palisadenring gibt; jedoch kann man bei ungefähr 1000 Einwohnern nicht mehr von einem Dorf reden.
Sal'am liegt am Rande des Einflussbereichs der Granden, irgendwo im Niemandsland. Ein politischer Führer ist bis jetzt nicht bekannt, die "Verteidigung" besteht aus einer Bürgerwehr von gut 20 Mann (oder Frau). Außerdem haben sich viele kleinere Straßenzüge abgeschottet und bilden eine Art Sub-Kultur, die sich im Notfall auch eigenständig verteidigt.

Das einzige Gasthaus in Sal'am ist klein und bietet nur einen einzigen Schlafsaal, in dem man ein primitives Bett oder einen Platz auf dem strohbedeckten Boden mieten kann. Der hagere, unscheinbare Wirt tritt nur selten in Erscheinung, so dass es eher wie eine Art Jugendherberge anmuten mag. Der einzige andere Gast war eine junge Frau, welche ebenfalls wie eine Reisende wirkte.

Mitten in der Nacht wurden die Gäste des Gasthauses unsanft geweckt, als offensichtlich Soldaten auftauchten. Da Lausch-Versuche nicht mit Erfolg gekrönt waren, rief der Anführer der Soldaten alle Gäste auf, sich aufzureihen und ihre Identität zu bekunden. Auch wenn ihm offensichtlich missfiel, dass hier fast nur Gesindel unterwegs war, unternahm er nichts und gab nur bekannt, dass Al'Anfa Sal'am abriegle, um die neuerlichen Verbrechen aufzuklären. Die Gruppe wurde verstört zurückgelassen und ging erstmal wieder schlafen.

Am nächsten Tag merkten sie bald, dass die Armee von Al'Anfa sich auf eine Belagerung einrichtete. Es war die Rede von 1000 Soldaten, welche das Städtchen umstellt hatten, nahe Wälder rodeten und auch sonst sehr erpicht darauf schienen, jede Flucht aus der Stadt zu verhindern. Da es keinen Bürgermeister gab, suchte die Gruppe Marta auf, eine stämmige Kriegerin, welche die Bürgerwehr anführt. Marte erläuterte erstaunlich bereitwillig, dass der Magier Torin, sein Lehrling Jon und ein ihr unbekannter Kräuterhändler verschwunden seien. Sie erlaubte der Gruppe, Nachforschungen anzustellen, da diese vorraussichtlich die Stadt nicht verlassen darf, ehe der Fall nicht geklärt ist. Außerdem wusste sie, dass Jon von Torin vor 8 Tagen als vermisst gemeldet wurde; 3 Tage später wollte Marta bei Torin vorbeigehen, um sich zu informieren, ob Jon wieder aufgetaucht sei. Bei dieser Gelegenheit fand sie das Haus unverschlossen, un Torin war ebenfalls verschwunden.
Die Fremde aus dem Gasthaus, die sich als Ammina vorstellte, schloss sich der Gruppe an, da auch sie hier festsaß, und gemeinsam wollten sie also ergründen, was hier passiert.

Zusammen gingen also alle zunächst zum nächsten Anhaltspunkt, dem Haus Torins. Es ist bunt bemalt und liegt in einem Kräutergarten. Das Innere ist unspektakulär eingerichtet, neben den Lagern der beiden Magiebegabten gab es reichlich alchimistischen Plunder, ein Abort in einem eigenen Raum und reichlich Bücher über Magie und Alchimie. Nazeer fand heraus, dass Torin wohl mit Alchemika arbeitete, welche astrale Energien stimulieren, aber ansonsten konnte die Gruppe nicht herausfinden, welche Art von Magier Torin ist. Auch fanden sie niemanden, er sich erinnern könnte, Torin jemals zaubern zu sehen. Im Garten des Verschwundenen fand die Gruppe einige Spuren, die darauf hinwiesen, dass sich zwei Personen ab und zu hinter dem Grundstück getroffen haben, am Rande einer Art kleineren Müllkippe.

Die nächste Adresse war die des Kräuterhändlers. Es stellte sich heraus, dass es sich in Wirklichkeit um die Kräuterhändlerin Saja aus der Far'hian-Sippschaft handelte. Die Sippschaft scheint im großen Stil mit Kräutern zu handeln und pflegt Geschäftsbeziehungen nach Al'Anfa und Brabak. Saja selbst war eine junge Mutter, die vom Vater ihres Kindes verlassen wurde. Ein Far'hier-Familienmitglied erzählte etwas von einem Ehrenduell und äußerte die Vermutung, dass es sich hier um einen Racheakt des ehemaligen Liierten der Verschwundenen handle. Eine Untersuchung des Wohnraums Sajas erwies sich als ergebnislos, lediglich fiel Baralai auf, dass sie allerlei runden Plunder zu sammeln schien. Weiterhin fand die Gruppe heraus, dass Saja wohl von einem Botengang nicht zurückkam. Sie lieferte Kräuter an Torin und eine weitere Magierin im Ort, Bajil. Während Torin allerlei alchemisch wirksame Kräuter benötigte, beschränkte sich Bajil auf Teegewürze und diverse Beruhigungsmittelchen. Bajil konnte der Familie Far'hian bestätigen, dass Saja bei ihr war; Torin war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits vermisst.

Die nächste Adresse war also die Magierin. Bajil lebt in einem Eckhaus neben einem Haus mit der Hausnummer 14 (das einzige Haus im Ort mit einer Hausnummer!). Sie schien sehr paranoid, weigerte sich, die Türe zu öffnen, und wirkte gar Magie auf die Gruppe, damit sie in Panik floh. Offensichlich war sie wenig interessiert daran, mit irgendjemandem zu verkehren. Bei diversen Versuchen, das Innere ihres Hauses auszukundschaften, fiel auf, dass das Haus völlig menschenleer war, gleichzeitig aber große Mengen an Vorräten beherbergte. Bei einem weiteren Versuch, mit ihr zu reden, konnte nur Enigma die Stimme der Magierin vernehmen, und Karl sah währenddessen in den Raum, der unverändert leer war. Offensichtlich war hier was faul, und so belagerte die Gruppe Bajil. Etwas hinderlich dabei war ein engagierter Bürger, der dies an die Bürgerwehr meldete. Marta sah sich zwar wenig zuständig, ermahnte aber die Gruppe zu diskreterem Vorgehen.

Nach einem eher erfolglosen Tag kehrt die Gruppe also im Gasthaus ein und beschloss, am nächsten Tag erneut zu versuchen, mit Bajil zu reden.

(Fortsetzung folgt)
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Froschi
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« Antworten #6 am: 05.September 2011, 09:12:31 »

Der nächste Tag begann mit den Schritten Nazeers aus dem Ort Sal'am. Auffällig waren sofort zwei Dinge - zum einen war die Stadt von einem al'anfischen Zeltlager umstellt, zum zweiten gab es einen breiten Aschering um den ganzen Ort. Der resolute Offizier, den die Gruppe bereits im Gasthaus treffen konnte, erschien auf Nazeers Wunsch hin; er bestätigte dessen Bürgerstand in der Stadt Al'Anfa, händigte ihm eine entsprechende Urkunde aus (der eigentliche Bürgerbrief liegt bei Nazeers Familie) und erlaubte ihm, den Belagerungsring zu verlassen. Nazeer blieb jedoch noch bei seinen Gefährten in Sal'am.

Für den Rest der Gruppe gab es ebenfalls eine beunruhigende Entdeckung: Am Khunchomer Baralais fand sich eine nicht geringe Menge Blutes. Baralai konnte sich nicht erklären, woher es kommt, und so waren er und Karl bemüht, das Blut in einer Seitengasse schnellstmöglich zu beseitigen.

Danach wollten alle erneut Marta befragen, ob es etwas neues gibt. An ihrem Haus wurden sie zur Familie Far'hian geschickt, und dort war tatsächlich etwas geschehen: In der Nacht ist deren Wachposten ermordet worden. Marta wusste damit nicht viel anzufangen, sie konnte nur erklären, dass wohl ein Schwert oder etwas ähnliches für den Mord benutzt worden war. Langsam merkte man ihr auch an, dass sie von der Gesamtsituation deutlich überfordert war.

Erstaunt stellte Baralai nach diesem Besuch fest, dass wieder Blut an seinem Säbel klebte. Offensichtlich war Magie im Spiel, und so beschloss er, die Waffe zu verbergen.

Erneut war nun Bajil die Anlaufstelle. Erneut wurde ihre Wohnung bespitzelt. Mit der Zeit fand die Gruppe einiges heraus:
- Bajil scheint gelegentlich ihr Haus zu verlassen, ohne die Türe zu benutzen.
- Auch, wenn sie Weg ist, kann Bajil telepathisch mit Menschen kommunizieren, die an ihre Türe klopfen. Diese Kommunikation erscheint für den Betroffenen, als würde sie von innen rufen
- Bajil wurde zunehmend nervös durch das Nachstellen der Fremden

Die Gruppe beschloss nun, als Bajil wieder einmal abwesend war, in das Haus einzudringen. Sie knackten die Türe und fanden nichts besonderes vor - ein paar Bücher über Telepathie, große Mengen Vorräte, ein paar Kochutensilien, einen Tisch, ein Bett, eine Kochstelle und einen großen Schrank. Bei der Untersuchung der Bücher fanden sich auch ein paar, welche sich mit dem Bannen von Dämonen beschäftigten. Nähere Untersuchungen der Wohnung, insbesondere des Schrankes, und die Suche nach einer unsichtbaren Bajil erwiesen sich als ohne Ergebnis. Dann wurde die Gruppe auch gezwungen, die Wohnung zu verlassen, da Marta anrückte.

Marta reagierte verwirrt auf die Frage, warum sie hier sei. Sie beschloss aber, auf Rat der Gruppe hin, mal zu gucken, ob mit Bajil alles in Ordnung sei. Als sie klopfte, antwortete die Magierin auch direkt und öffnete, wenngleich widerstrebend, die Türe. Die ganze Gruppe strömte in das kleine Haus, inklusive Marte, und verlangte Erklärungen von der Frau. Bajil schien nervös zu werden, und Amina entdeckte, dass sie heimlich zu zaubern begann. Kurz darauf fuhr Marta auf, man solle die arme Magierin doch nicht so bedrängen, und befahl der Gruppe, das Haus zu verlassen, sie schien sogar bereit, ihren mächtigen Doppelkhunchomer als Argument zu benutzen. Die Gruppe verlies das Haus, ließ es sich aber nicht nehmen, noch zu lauschen. Marta sprach mit Bajil, erläuterte ihre Überforderung mit der Situation. Die vormals noch sehr bedrängte Bajil tröstete die hühnenhafte Frau, die erst nach geraumer Zeit das Haus verließ. Als die Gruppe dann hineinspähte, stellte sie fest, dass Bajil in ihren Schrank trat und verschwand.

Da es mittlerweile sehr spät war, begab sich die Gruppe zur Nachtruhe, diesmal wollte sie aber Wachen aufstellen. Amina hatte die zweite Wache; schlief aber während derselben ein. Als sie wieder aufwachte, sah sie folgender Gestalt in die Augen:

Der Säbel bohrte sich in ihre Brust, und ihr letzter Schrei erstickte im Bruchteil einer Sekunde. Dennoch reichte er, den Rest der Gruppe zu wecken, die entgeistert beobachtete, wie das Wesen mit der Leiche über der Schulter einfach durch die Wand verschwand. Enigma war das Wesen durchaus bekannt: Heshthot, ein Diener Blakharaz'.
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Froschi
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« Antworten #7 am: 06.September 2011, 09:57:32 »

Trotz einiger Probleme in der Dunkelheit nahm die Gruppe die Verfolgung des Hesthot auf. Die unheilvolle Aura des Dämons hielt sie dabei zwar von übermäßigem Eifer ab, jedoch konnten Baralai und Nazeer ausmachen, dass der Dämon in Richtung der Far'hian-Familie unterwegs war.
Bei ihrer Rückkehr ins Gasthaus empfing sie der Wirt, welcher jedoch bei der Erwähnung des Wortes Dämon sogleich floh. Sie beschlossen, Amina im Moment wohl kaum helfen zu können, und versuchten zu schlafen - mit mäßigem Erfolg.
Am nächsten Morgen machte sich Baralai auf, seinen Khunchomer in einer Seitengasse zu verscharren. Während er alleine losging, begegnete der Rest der Gruppe Marta. Diese zeigte sich seltsam uninteressiert an der Geschichte über den Dämon, jedoch schien sie Baralai zu suchen. Da die Gruppe aber sehr darauf beharrte, dass sich Marta des Dämons annimmt, verabredeten sie sich zur Mittagsstunde bei Bajil, die dazu befragt werden sollte.
Karl eilte daraufhin zu Baralai, um ihn zu warnen, dass Marta ihn suche. Auch wenn Marta den beiden unweit des Verstecks des Säbels begegnete, schaffte es Baralai, der stämmigen Dame zu versichern, sein Säbel sei gestohlen worden.
Bajil wehrte sich nur noch halbherzig, Marta und die Abenteurer in ihr kleines Haus zu lassen. Sie schien nicht überrascht, dass ein Dämon im Ort umherginge, jedoch schien sie überzeugt, dass es sich um einen Zant handelt. Der Hesthot schien sie etwas zu verunsichern, und sie begann direkt, Schutzzeichen an ihre Haustür zu malen. Sie erläuterte auch, dass ein Dämon ein Haus mit nur einer Türe nicht betreten könne, solang diese Zeichen an die Türe gemalt sind. Enigma schien es jedoch, dass diese Zeichen gegen andere Dämonen als einen Heshthot wirksam sein müssten. Bajil erwies sich sonst zwar als relativ hilsbereit, aber vor allem eher nutzlos, jedoch zeigten sich ein paar kleine Unstimmigkeiten in ihrer Geschichte. Enigma versuchte, Magie einzusetzen, um Bajil zum reden zu bringen, jedoch wehrte diese den eigentlich gut gelungenen Zauber mit einer lässigen Handbewegung ab und ermahnte die Abenteurerin, dies in Zukunft zu unterlassen. Diese schien von dieser Abwehr schwer beeindruckt und betonte auch später mehrmals, wie mächtig diese Magierin doch dafür sein müsse.
Bajil fertigte eine Kopie der Schutzzeichen an, so dass Marta diese in der Stadt verteilen könne, um weitere Häuser zu schützen. Ansonsten erklärte sie aber, dass ihr die Stadt nicht übermäßig wichtig sei, so dass sie nicht bereit sei, Risiken zur Verteidigung der Bürger einzugehen.
Als die Gruppe das Haus verließ, offenbarte Enigma einige Fachkenntnis zum Thema Dämonen, woraufhin Marta offensichtlich ziemlich misstrauisch wurde. Sie trennte sich von den Abenteurern, um die Zeichen in der Stadt zu verteilen.
Karl und Baralai gingen daraufhin zur Familie Far'hian, während Karl und Enigma noch ein wenig berieten. Zum Erstaunen beider bemerkten sie Baralais Khunchomer, blutig wie eh und je, an dessen Schwertgehänge baumeln - obwohl er ihn doch vergraben hatte. Schnell verscharrten sie die Waffe wieder und gingen zurück, um Enigma und Karl davon zu berichten. Als die Gruppe erneut Richtung Kräuterhändler ging, erschien die Waffe jedoch nicht wieder. Dafür begegnete ihnen jedoch Bajil.
Bajil wollte wohl beim Kräuterhändler einkaufen. Nazeer hatte ähnliches vor, und da die Familie Far'hian durch den Mord an ihrer Wache recht misstrauisch geworden war, gingen beide zusammen in den Verkaufsraum. Nazeer konnte dadurch beobachten, das Bajil ausgesprochen umfangreiche Mengen Beruhigungsmittel einkaufte, Räucherwerk, Tee und einige andere Kräuter, selbst bei ausgiebigem Konsum weit mehr, als sie selbst brauchen dürfte. Nach dem Verlassen des Hauses bezahlten Baralai und Nazeer Bajil noch, damit sie einen Odem Arcanum auf die Gegend vor dem Tor der Kräuterhändler wirkt. Bajil erörterte, dass das Tor leicht magisch sei; nach einigem Verhandeln sah sie auch hinter das Tor und erläuterte, dort sei eine Stelle, an der ebenfalls gezaubert worden sei. Außerdem fiel sowohl Baralai als auch Nazeer auf, dass die Magierin etwas verheimlichte, als sie den Odem anwandte. Nazeer sprach sie darauf an, wurde aber erwartungsgemäß unwirsch abgewiesen.
Mit diesen Erkenntnissen versammelte sich die Gruppe am Brunnen der Stadt. Karl meinte, dass die 3 Dukaten, die Bajil für den Odem verlangte, höchstens ein Zehntel des tatsächlich üblichen Preises sein dürften, wenn Bajil wirklich so mächtig wäre, wie Enigma behauptet. Während die Gruppe nun beriet, was zu tun sei, näherte sich ein Schuhputzer. Während er der Gruppe einige Kräuter für das (im Wüstensand eher aussichtslose) Putzen ihrer Schuhe bzw. Füße abschwatzte, plapperte er munter über die Geschehnisse in der Stadt - den Mord bei der Far'hian-Familie, seltsame Zeichen, die neuerdings jeder auf sein Haus malt (er hatte auch welche auf seinem Schuhputzkasten), und ein Neugeborenes einer ärmlichen Wasserträgerin.
Die Gruppe war nun recht ahnungslos, was weiter zu tun sei. Karl beschloss, erneut Bajil zu bespitzeln. Bevor er von einem (DEM) engagierten Bürger vertrieben wurde, sah er die Magierin über einem Pergament, leise flüsternd. Er konnte erlauschen, dass sie wohl mit jemandem sprach, außerdem ging es um ein Mädchen. Ansonsten fand er aber nichts heraus.
Nach längeren Überlegungen kam die Gruppe auf die Idee, dass bei einer Geburt wohl ein Geweihter in der Gegend sein müsse, um den Tsasegen zu sprechen. Sie gingen zu Martas Haus, wo der Haushälter (?) sie informierte, dass sie den örtlichen Geweihten längst kennen - es ist ihr Wirt. Sie fanden auch bald heraus, dass das Kind gerade den Tsasegen empfangen würde, und so begaben sie sich zu der kleinen Zeremonie. Neben dem Wirt, der nun tatsächlich das Gewandt eines Geweihten trug, und den offensichtlich bettelarmen, aber dennoch glücklichen Eltern, trafen sie hier auch den Schuhputzer wieder.
Der Wirt zeigte sich beschämt, dass er als Geweihter "enttarnt" war, er meinte, er würde das lieber geheim halten, damit die Leute nicht so distanziert zu ihm sind. Er erwies sich zwar als zur Kooperation bereit, hatte aber keine Ahnung von Dämonen und war offensichtlich auch nicht zum Helden geboren. er konnte immerhin erzählen, dass Bajil früher einmal der Stadt zusammen mit Torin geholfen hatte, als eine seltsame Finsternis durch die Gassen schlich und des Nachts unerklärliche Schreie gehört wurden. Ansonsten war aber Torin der gute Geist der Stadt, zumal er scheinbar auch mächtiger war als die Magierin.
Nazeer beschloss, erneut den Schuhputzer aufzusuchen. Dieser schien gerade einem anderen Mann zu erzählen, dass erwiesen sei, dass die Abenteurergruppe für den Mord an der Far'hian-Wache verantwortlich sei. Als sie ihn zur Rede stellten, zerstörte Baralai in einem missglückten Versuch, den Jungen einzuschüchtern, seinen Schuhputzkasten. Heraus purzelte allerlei Diebesgut. Der Junge zeigte sich bereit, zu verraten, was er weiß, falls ihn die Gruppe dafür nicht an Marta verraten würde.
Nach einigem Zögern wurde auch Nazeer überzeugt, diesem Handel zuzustimmen, und so beantwortete der Junge zögerlich, aber scheinbar ehrlich, einige Fragen. Er wusste, dass Marta einen Abdruck eines Säbels bei der Familie Far'hian gefunden hatte, und deswegen einen solchen für die Mordwaffe hielt. Die Spur hat sie entfernt. Weiterhin wusste er, das Bajil in ihrem Schrank verschwinden kann, und weiterhin, dass jedes Haus der Stadt einen Keller hat, in dem man sich vor Sandstürmen schützen kann - daher vermutete er, Bajil würde durch den Schrank den ihren betreten. Er wusste auch, dass sich Jon gelegentlich mit einem Fremden in dunkler Kutte getroffen hatte. Von Dämonen wusste er nichts. Karl zeigte sich über soviel Information erfreut und gab dem Schuhputzer 5 Silberlinge, dieser schien nun ehrlich erfreut, stelle sich als Soi vor und versicherte, die Gruppe aufzusuchen, falls ihm noch etwas auffiele.
Die Gruppe wollte nun untersuchen, ob Torins Haus nicht auch einen Keller besitze. In der Tat fanden sie heraus, dass der Magier seinen Keller komplett geflutet hatte. Durch das Abort ... es war die reinlichste Methode, die die Gruppe in der Stadt bisher gefunden hatte. Bei Bajil vermutete Karl einen Kellereingang unter ihrem Lager, jedoch wurde es Abend. Da das Gasthaus zwei Türen besitzt, kann es mit den Zeichen nicht geschützt werden; die Gruppe hatte die Möglichkeit, im Vorraum von Martas Haus oder im Schrein ihres Wirtes zu übernachten. Sie entschieden sich für Marta, teilweise, um ihr Misstrauen zu zerstreuen, teilweise, weil sie einen Doppelkhunchomer hatte.
In der Nacht, während Karls Wache, verlangte eine Stimme Einlass in das Haus der Magierin. Karl weckte Nazeer, während die Stimme wiederholt fragte, ob sie eintreten dürfe; und beide spürten, dass eine seltsame Macht sie zwingen wollte, Ja zu antworten. Sie widerstanden, und Nazeer schlich zur Türe, um durch die Sichtklappe hinauszuspähen. Erneut fragte die Stimme, ob sie eingelassen werde, und angesichts der stechenden Augen in der Finsternis vor der Tür vermochte Nazeer nicht mehr, Widerstand zu leisten, und stammelte ein ersticktes "Ja" - Karl konnte es trotz vollem Körpereinsatzes nicht mehr verhindern. Gerade, als auch Baralai und Enigma aufwachten, drang die gefürchtete dunkle Gestalt in den Raum ein. Ihr silbern leuchtender Khunchomer wies auf die junge Frau, und der Dämon machte Anstalten, sich ihr zu nähern; Enigma konterte mit einem Furchtzauber und gleichzeitig warf Nazeer eines seiner Gebräue. Während Enigma spürte, wie ihre Magie das Wesen aufhielt, explodierte Nazeers Phiole und erfüllte den Raum mit gleißendem Licht. Alle wurden geblendet, auch der Heshthot schien verunsichtert. In blanker Panik versteckten sich die Abenteurer oder versuchten, Marta zu wecken, während die Peitsche des Dämons blind durch den Raum zuckte und blutige, flammenumspielte Wunden riss. Marta schien endlich auf das Pochen an ihrer Zimmertür zu reagieren, sie erschien gerade, als die Wirkung des Blendmittels aussetzte, und gemeinsam mit Nazeer und Karl drückte sie die Türe zu und damit den Dämon aus dem Haus - auf Kosten von Karls Fingerkuppe, die sich im Türspalt verhakte.  Als dann jedoch der Khunchomer des Heshthot begann, einfach durch die Türe zu gleiten, wurde von allen Seiten jeder Widerstand aufgegeben, und eine wilde Flucht durch die zahlreichen Fenster begann. Erst in einiger Entfernung, halbwegs versteckt und gelähmt vor Angst, kamen die Fliehenden zu Sinnen. Schwarze Schemen waberten um das Haus Martas und schienen es verschlingen zu wollen, bis ein unwirklicher, markdurchdringender Schrei ertönte und sich alle Schatten wieder in das Haus zurückzogen.
Als die Gruppe nach einiger Zeit wieder den Mut fasste, im Haus nachzusehen, sahen sie Marta in drei Teile zerschnitten und von der Peitsche des Dämons übel zugerichtet in ihrem Vorraum liegen.
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« Antworten #8 am: 12.Oktober 2011, 11:36:15 »

Joho...

Schlechte Nachrichten zum Tagebuch. Tagebuch gibt es nicht mehr. So ein Eintrag braucht schon so ein halbes Stündchen, und dafür möchte ich mich nicht mehr hinsetzen; ich finde, das lohnt nicht. Es steht euch natürlich frei, im Wechsel zu tagebuchen, falls ihr ihm zu sehr nachtrauert.
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« Antworten #9 am: 04.Dezember 2011, 20:44:23 »

Also gut, nun habe ich das Tagebuch geschrieben, aus Sicht meines Charakters, in Form eines Berichts an seinen Onkel:
(Bitte nicht auf Rechtschreibung und Kommasetzung und schlechten Stil achten)

Nachdem wir die Stadt Salam verlassen hatten waren wir eine Woche unterwegs. Da die Kraft aus meinem rechten Bein gewichen ist, sah' ich mich gezwungen einem Bauern ein störrisches Maultier abzukaufen. Wir suchten einen Weg über den Daleg, ein sehr gefährliches Gebirge in dem unerfahrene Wanderer schon des Öfteren verschwunden sind.
In einem Dorf am Fuße des Gebirges machten wir Rast und trafen dort auf einen sehr unruhigen, launischen Zwergen namens Baolin. Kurz nachdem wir uns bekannt gemacht haben und offenbar das gleiche Ziel verfolgten, brachen wir auch schon zu einem Bergdorf auf, in welchem, wie uns versichert wurde, ortskundige Wanderführer warten uns sicher über den Daleg zu leiten. Wir sollten uns aber beeilen, denn in den folgenden vier Tagen würde ein Sturm heraufziehen.
Bergaufwärts riet uns ein Minenarbeiter, in einem sehr abweisenden Ton, nicht weiter zu gehen. Da wir aber nicht unnötig Zeit verschwenden wollten gingen wir weiter und kamen, nach einigen Stunden, in denen wir auch den immer dichter werdenden Nebel ignorierten, zu einer Talsenke in der man schemenhaft Hütten und unheimliche Gestalten entdeckte. Jene Gestalten gingen mit äußerst unnatürlichen Schritten auf uns zu, sie schienen sich mit Gurgeln und Stöhnen zu verständigen und hielten einjeder einen rostigen Dornenkranz vor sich.
Bei Boron! Es schienen Wiedergänger zu sein! Und sie kamen allen Drohungen zum Trotz auf uns zu. Nach einem vielversprechenden, aber erfolglosen Angriffs, nach welchem sich der Wiedergänger seinen Kopf wieder auf seine Schultern setzte ergriffen wir die Flucht und eilten in den dichten, grünlich erscheinenden Nebel.
Er schien unnatürlichen, aber nicht alchemischem Ursprungs und eine Art Trägermedium für einen Zauber zu sein. Zwei Tage und Nächte irrten wir durch den Nebel.  Wir fanden in Höhlen  sicheren Unterschlupf, doch unsere Vorräte gingen zur Neige, ein Gewitter drohte uns zu überfallen und bis auf riesige Tierkadaver, angefressen von untoten Geiern, fanden wir nichts anderes.
Am dritten Tage im Nebel fanden wir schließlich erneut die Talsenke mit dem Dorf der Wiedergänger. Diesmal beschlossen wir uns an den Hütten und den Abscheulichkeiten vorbei zu schleichen. Die zwei kampferfahreneren, Baralai und Baolin, spähten vorraus. Die Druidin blieb bei mir und dem Maultier, da wir uns nicht schnell durch das Geröll bewegen konnten.
Nach einer Weile sah ich wie unser Mitstreiter Baralai auf uns zulaufend, von einer bekannten Zwergengestalt zu Boden gerissen wurde und von einem dieser "von den Zwölfen Verlassenen" enthauptet wurde.
Die daraufhin nun drei unnatürlichen Gestalten kamen auf uns zu. Das Maultier wollte sich keine Handbreit fortbewegen und in dieser misslichen Lage bat ich Boron darum, seine Augen mögen durch diesen dichten Nebel blicken und sein Schlaf solle auf diese Rastlosen hernieder regnen.
Als wir die Augen öffneten erschien der Nebel weniger dicht, von den Untoten war auch keine Spur mehr zu sehen, statt ihrer, fanden wir ganz normale Dorfbewohner, jeder mit einem Amulett umhangen, auch wir selbst. Wir wurden zum Dorf geführt und trafen dort auf einen Boronsgeweihten. Er erklärte uns, dass wir, wie alle,  von dem im Nebel waberndem Zauber getäuscht wurden, und er schon daran arbeite den Schabernack aufzulösen und zu beseitigen. Die kurzfristige Lösung seien die Boronsamulette, die auch uns umgelegt wurden. Wir haben die Situation nur falsch gedeutet und als aggressive Handlung verstanden.
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« Antworten #10 am: 09.Februar 2012, 18:01:53 »

Mir ist gerade aufgefallen dass ich ja noch garnicht das Tagebuch hochgeladen habe  Schweigend Schande auf mein Haupt.

Auf ihrer Wanderung in Richtung Brabak gelangte die Gruppe gegen Mittag an einem kleinen Dorf, in der Nähe ihres Ziels. Auffällig war ein bereits aus der Ferne sichtbare Turm mit einer ihn umschlingenden, ziemlich seltsamen Rohrkonstruktion. Da Enigma sich im vorherigen Abenteuer eine Wunde am Bein zugezogen hatte und bisher noch keine Gelegenheit hatte diese vernünftig zu versorgen zu lassen (was in Wundbrand resultierte), entschied man sich zunächst im Dorf einen Heiler aufzusuchen. Entsprechende Erkundigungen wollte Enigma in der örtlichen Taverne machen, wo sie auf eine junge, und nachdem Enigma über ihren frisch gewischten Boden getrampelt war, leicht ruppige Wirtin traf, die sie zum Magierturm verwies. Dort angekommen erfuhr die Gruppe jedoch dass es sich bei den Bewohnern des Turms nicht etwa um Magier sondern um einen absonderlichen Haufen der sich selbst „Inschenöre“ nennt und der anscheinend unglaublich stolz auf ihre Rohrkonstruktion war (aus der am Fuße des Turms Wasser lief). Vor allem Baralai zeigte sich davon nur wenig beeindruckt („Wasser kommt doch auch so von oben“), Nazeer nahm jedoch zur Sicherheit eine Probe des Wassers mit. Da die Inschenöre sich nicht auf Heilkunst verstanden sah man sich gezwungen die Wanderung nach Brabak fortzuführen, auch wenn man voraussichtlich erst recht spät dort eintreffen würde.
Die weitere Reise verlief zum Glück ereignislos, bis man die Stadttore von Brabak erreichte. Dort wurde der Gruppe von der Wache ein Wegzoll abgeknöpft um die Stadt betreten zu dürfen und sie wurden über die wichtigsten Gesetze für den Aufenthalt in Brabak informiert. Außerdem wies man ihnen auf Nachfrage den Weg zu einer Taverne in der die Gruppe nächtigen könnte. Nachdem man die Stadt betreten hatte wurde man vor allem davon überrascht dass die Stadt, obwohl es schon früher Abend war, fast taghell erleuchtet war. Der Bereich in dem sich die Gruppe befand schien  eine Art Basar zu sein, in der Händler an Ständen oder Tischen den Massen ihre Waren feilboten. Auffällig war auch der allgemein herrschende, unverhältnismäßig ärmlich anmutende Kleidungsstil der Leute, sowie die Tatsache dass jeder zwar bewaffnet und gerüstet war, Waffen und Rüstungen jedoch hoffnungslos veraltet waren. Um eine Möglichkeit zu haben sich wiederzufinden, sollte man sich in der Maße verlieren, entschied sich die Gruppe dafür, zunächst ein Gasthaus aufzusuchen und dieses als Treffpunkt festzulegen. So kam man an eine Taverne namens „Die Sieben Freuden“, bei dem es sich offensichtlich auch um ein Bordell handelte. Der Wirt befand sich in einem kleinen abgetrennten, (sicheren) Bereich und sein Verhalten war sehr davon geprägt, niemandem die Möglichkeit zu geben ihn von hinten erstechen zu können. Nachdem man die Preise für eine Übernachtung in Erfahrung gebracht hatte und einen Zeitpunkt an dem man sich wieder im Gasthaus/Bordell treffen würde, machten sich Nazeer und Enigma auf die Suche nach einem Heiler der sich um Enigmas Bein kümmern konnte. Baralai hingegen erkundigte sich beim Wirt noch, was man denn außer einer Übernachtung noch anzubieten habe, woraufhin er eine Auflistung von allen erdenklichen „exotischen“ Aktivitäten („Sex mit Tieren gehört zu den harmlosen Sachen“) bekam. Nachdem er sich mit Baelin, der sich von diesem Kulturschock erst einmal erholen musste, einen getrunken hatte, machten die beiden sich auf die Suche nach einem Schmied, Baralai weil er sich doch sehr ungeschützt vorkam und ihnen auch vom Wirt geraten wurde auf sich aufzupassen, und  mussten jedoch feststellen dass es in den für sie zugänglichen Bereichen der Stadt weder einen Solchen, noch einen Händler für Lederrüstungen gab, da man wohl nicht daran interessiert war Fremden die Möglichkeit zu geben sich zu bewaffnen.
Währenddessen hatten Nazeer und Enigma einen (nicht sehr gesprächigen) Heiler gefunden der ihre Wunde behandelte indem er Enigmas Bein mit Nadeln voll steckte, was jedoch wundersamer Weise erstaunlich gut funktionierte. Danach machten die beiden sich auf um noch einige Besorgungen zu erledigen, wobei Enigma wenig Lust hatte den Rest des Abends nüchtern zu verbringen und beschloss sich ordentlich einen durchzuziehen, was auch dazu führte dass sie nicht gerade unversucht war sich allerlei Schund andrehen zu lassen. Während die beiden die Stände entlang schlenderten wurden sie von Baralei und Baelin entdeckt, die jedoch auch eine verdächtige Gestalt bemerkten die die beiden erstgenannten verfolgte, welche einen zugedeckten Käfig mitführte. Baelin entschied sich die Gestalt direkt zu konfrontieren, woraufhin diese sich in ein nahegelegenes Haus zurückzog. Baralei kämpfte sich währenddessen durch die Menschenmenge zu ihren beiden Gefährten durch um diese zu warnen. Kurz darauf blitzte jedoch in ihrer Nähe ein blendend helles Licht auf und als sich die Sicht wieder klärte huschte eine kleine Gestalt, die nun im Besitz von Enigmas Geldbeutel war durch die Menschenmenge davon. Da auch Nazeer einsehen musste dass die Gegenstände die er benötigte um seinen beschädigten Alchemistenkoffer wieder zu vervollständigen in Brabak unerhört teuer waren, beschloss die Gruppe nach dieser ernüchternden Tagesbilanz erst einmal zurück zur Taverne zu gehen. Dort fand bei ihrem Eintreffen im „Schankraum“ gerade eine wilde Orgie statt und man lud auch die Gruppe (bis auf den Zwerg) dazu ein mitzumachen, woran jedoch niemand interessiert war. Nazeer, Enigma und Baelin bezahlten einfach für ein, natürlich abschließbares, Zimmer, während Baralei sich entschloss seinen Wohlstand sinnvoll zu nutzen und auf die amüsanteren Angebote der Einrichtung einzugehen. Zu Beginn noch etwas zurückhaltend wurde er im Verlauf der Nacht dazu überredet auch auf die erweiterten, Dämonen beinhaltenden Dienste seiner Gesellschaft zurückzugreifen.
Am nächsten Morgen, nachdem die Gruppe ein Frühstück zu sich genommen hatte, musste man erstaunt feststellen, dass das Gasthaus/Bordell anscheinend über Nacht die Position gewechselt hatte und nun in einem der abgetrennten, nicht öffentlich zugänglichen Bereichen stand. Dies zwang die Gruppe dazu, nachdem sie sich ausführlich gewundert hatte, sich bei einem entsprechenden Händler der sich zufälligerweise ebenfalls im „Schankraum“ aufhielt einen Bürgerbrief zu erstehen. Da dieser die Notsituation der Gruppe, nachdem sie sich zuerst ein wenig gesträubt hatte Bürgerbriefe zu erwerben, ausnutze und den Preis für einen solchen von 2 auf 3 Dukaten erhöhte, konnte Baelin nicht mehr genug Geld aufbringen und Baralei musste für ihn einspringen.
Kurz nachdem die Gruppe die Taverne verlassen hatte sah sie sich zufälligerweise mit einer Gruppe Wachen konfrontiert, die zusätzlich zum Bürgerbrief auch einen Nachweis verlangten dass man bereits seinen Frondienst abgeleistet hatte. Da natürlich niemand einen solchen besaß, wurde man kurzerhand abgeführt und sollte zur Kaserne gebracht werden. Auf dem Weg dorthin entdeckte Enigma, dass Spiegel, den sie am Vortag erstanden hatte tatsächlich über die magischen Kräfte verfügte, von denen man ihr erzählt hatte, denn als sie ihn betrachtete, schien sich die Zeit zu verlangsamen und im Spiegel erschien eine Gestalt, die ihr anbot sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Im Gegenzug verlangte ihr Meister lediglich Enigmas Schatten für 2 Tage besitzen zu dürfen. Da sie keine andere Möglichkeit sah zu entkommen ging sie nach einigem Zögern darauf ein, woraufhin sich ihre Zeitwahrnehmung wieder normalisierte. Kurz darauf schien Nazeer einen kleinen Unfall mit seinem Maultier zu haben, wodurch sein Koffer noch stärker beschädigt wurde und die Gruppe kurz abgelenkt war, sodass niemand außer Enigma bemerkte ihr Schatten sich ausdehnte, die Wachen verschluckte und daraufhin zusammen mit ihnen verschwand.
Die Gelegenheit nutzend dass ihre Wachen auf einmal anscheinend verschwunden waren brach die Gruppe schnellen Schrittes in Richtung Stadttor auf. Ihre weitere „Flucht“ verlief ohne größere Komplikationen bis der Rest der Gruppe irgendwann bemerkte dass Enigma offensichtlich ihren Schatten verloren hatte, woraufhin sie ihnen jedoch versicherte dass dies nur vorübergehend sei und sie keineswegs mit einem Dämon paktiert habe. Mit mehr oder weniger großem Misstrauen beschloss man ihr zu glauben und erst einmal abzuwarten und die Reise in Richtung Liebliches Feld fortzuführen. Am Abend fand die Gruppe eine kleine Fischerhütte die von einer Familie bewohnt wurde und beschloss diese um eine Übernachtungsmöglichkeit zu bitten. Die Bitte wurde ihnen zwar nicht verwehrt, allerdings war die Familie offensichtlich stark verängstigt und am nächsten Morgen spurlos verschwunden, woraufhin Nazeer ihnen einen kleinen Geldbetrag als Dank für die Gastfreundschaft zurückließ (was ihm einen Segen Travias einbrachte).
Schließlich an der Grenze Brabaks angekommen sah sich die Gruppe jedoch erneut einer unfreundlichen Situation ausgesetzt: Dort herrschte nämlich offensichtlich Krieg. Der dort liegende Wald war durch ein offenes Feld getrennt, wobei sich an den Rändern des Feldes zwei gegenüberliegende Dörfer befanden, in denen anscheinend Truppen stationiert waren. Als die Gruppe versuchte aus dem Wald heraus das Feld zu überqueren, um nicht im Dorf mit dem Militär Brabaks in Kontakt zu kommen, wurden sie auf der Mitte des Feldes dazu aufgefordert anzuhalten und nach einem kurzen Wortwechsel von Spähern aus dem gegenüberliegenden Wald beschossen, woraufhin nach kurzer Zeit die Späher Brabaks aus dem eigenen Wald zurückschossen. Nachdem man sich wieder im Wald auf der Seite Brabaks versteckt hatte fand die Gruppe dort eine schwarze Frau, die offensichtlich durch den Beschuss verletzt worden war, jedoch leider kein Wort Garethi sprach. Um eine Möglichkeit zu finden die Grenze zu überqueren beschlossen Baelin in Baralei sich auf den Weg ins Dorf zu machen.
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Zerstören! Eliminieren! Vernichten!
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